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Hell E., Miller K.

Morbide Adipositas ( krankhafte Übergewichtigkeit) ist eine chronische, lebenslange, multifaktorielle, anlagebedingte Erkrankung von exzessiver Fettablagerung mit hoch signifikanten medizinischen, psychischen, physischen, sozialen und ökonomischen Begleiterscheinungen. Als solche sind auch erbbedingte, biochemische, hormonelle, umweltbedingte, verhaltensbedingte, gesundheitliche und kulturelle Elemente miteinbezogen.

Bei Ärzten und Gesundheitspolitikern spielte die Adipositas bisher eine eher untergeordnete Rolle. Die Bedeutung von krankhaftem Übergewicht wurde in der Vergangenheit lediglich als Risikofaktor für eine Reihe von anderen Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Gicht, erhöhte Blutfettwerte und die damit verbundenen Gefäßerkrankungen des Herzens, des Gehirnes und der Niere gesehen. Mittlerweile wird die Adipositas auch von der WHO als eigenes Krankheitsbild mit gesteigerter Morbidität und Mortalität, das nicht zuletzt wegen der ständig steigenden Anzahl an Betroffenen ständig an Bedeutung gewinnt, anerkannt. In Österreich ist von einer Häufigkeit von 8,5 % der erwachsenen Bevölkerung auszugehen (BMI > 30 kg/m2), in Mitteleuropa sogar von 15 % - 22 %. Schon jetzt werden 7 % der Krankheitskosten für die Behandlung dieser (Zivilisations-) Erkrankung ausgegeben, die zu 60 % an der Entstehung eines Diabetes Mellitus Typ 2 und an einem Großteil der Abnützungserscheinungen des Kniegelenkes und deren hohen Folgekosten beiträgt.

Die minimal invasive Chirurgie oder laparoskopische Techniken haben Einzug in fast allen Disziplinen der Chirurgie gehalten und sind aufgrund der ständigen operationstechnischen Verbesserungen seit Anfang der 90er-Jahre deutlich angestiegen. Die vertikale bandverstärkte Gastroplastik, der Magenbypass und auch der Dünndarmbypass wurden laparoskopisch durchgeführt (CHUA und MENDIOLA, 1995, WITTGROVE et al. 1996, CLEATOR et al. 1994).